Dunedin

Soo, nach dem Urlaub mit Marie ueber den ich auch schon einen Eintrag geschrieben hat, der aber noch auf dem USB-Stick wartet, jetzt schonmal vorab ueber die Zeit danach. Wir haben uns dann alle wieder in Timaru getroffen und sind zusammen mit Fabian (einem weitern deutschen im Bunde aus Hamburg) nach Alexandra, einem kleinen Nest in Central Otago gefahren, um Arbeit zu finden. Nach einer Nacht

Ein paar neue Bilder

Hey, ich hab gerade ein paar Bilder von meinem kleinen sechstaegigen Kurztrip auf die Nordinsel hochgeladen.

–> Kurztrip Nordinsel 01/08

Max

Alexandra

Hey ihr alle!

Ich hab mal ein paar Bilder vom Urlaub mit Marie hochgeladen, eigentlich hab ich auch ein paar Zeilen dazu geschrieben, aber in diesem Witz von Internetcafe hier in Alexandra kann ich nicht auf die Worddatei vom USB-Stick zugreifen.
Also lasst es euch gut gehen!

Max

So hier noch der Text von dem Urlaub mit Marie:

Zwei Wochen mit Marie in NZ.

Ich melde mich mal wieder aus meinem Arbeitslager in Alexandra, und berichte ein bisschen ueber den Urlaub mit Mariechen.

Ich hab Marie Samstag 24:00h am Christchurch International Airport abgeholt und musste dann auch direkt bei Burger King halten, weil es unfairer Weise auf dem Zwei-Stunden-Flug nach NZ nix zu essen gab im Flugzeug, ne? J Dann gings auch direkt ins Hostel und am naechsten Morgen auf ins Stadtzentrum von Christchurch, der schoensten Stadt Neuseelands wie ich zumindest bis jetzt finde, und dort wurden wir dann von einer lustigen Strassenperformance eines Kiwi angezogen, wo Marie auch direkt mit einbezogen wurde, sie durfte ihm das Schwert aus dem Rachen ziehen, das er kurz zuvor verschluckt hatte, hab ich natuerlich alles festgehalten, aber mit Maries Kamera, die Bilder hab ich noch nicht. So am naechsten Tag sind wir direkt losgefahren Richtung Norden nach Hanmer Springs wo wir ein bisschen gewandert sind und in die Hot Water Pools, so was wie ein Thermalbad, gegangen sind. Am nachsten Tag hatten wir auf dem Weg nach Kaikoura mitten in der Pampa eine Reifenpanne, allerdings wie ich kurz nachher als ich mal ueber meine rechte Schulter an den Strassenrand geschaut hatte, genau neben einer Reifenwerkstatt, die das Problem dann auch schnell und kostenguenstig geloest haben.

In Kaikoura wo wir evtl. mit Delphinen schwimmen wollten hat es dann aber leider geregnet, dadurch haben wir uns entschlossen nach einer Nacht in der Dusky Lodge die eine Sauna hat gleich weiter noerdlich nach Nelson zu fahren. In Nelson war das Wetter auch nicht viel besser, darum sind wir dann einfach einkaufen gegangen und haben mal was aus dem Kochbuch probiert, das mir Marie zum Geburtstag geschenkt hat, unter anderem. Ist uns dann auch bestens gelungen, panierter Fisch mit Bratkartoffeln.

Nach Nelson sind wir dann nach Golden Bay gefahren, einem Teil des Abel Tasman Nationalparks im Norden der Suedinsel, und sind mal ein bisschen Fahrrad gefahren, die Fahrraeder waren nicht die Neusten, die Helme auch nicht, aber Sicherheit geht Dank Helmpflicht vor - ist aber auch besser so, die Kiwis fahren wie die Henker! Das liegt wahrscheinlich daran, dass man hier schon als kleines Kind den Fuehrerschein fuer 2 Dollar machen kann. Die Ueberholen auch wie die Besenkten wenn man 99 statt 100 km/h faehrt, da kennen die nix…

Auf jeden Fall ging es dann auch schon bald wieder suedwaerts nach Punakaiki, wo wir im Regenwald in einer kleinen Holzhuette 100m von der Kueste gewohnt haben, leider hat es die kompletten drei Tage durchgeregnet, das einzig gute daran war, dass die See dadurch sehr rau war und die Pancake-Rocks (hab ich mit bei den Bildern) dadurch schoner anzuschauen waren.

Als uns das Wetter dann gereicht hat, haben wir uns wieder auf die Reise zum Reiseursprung Christchurch ueber die Suedalpen via Arthurs Pass gemacht. Dort sind wir aber nicht geblieben sondern wir sind noch ein Stueck weiter oestlich bis ans Meer nach Akaroa gefahren, wo wir dann fuer den Rest der Reise im Onuku Farm Hostel verbracht haben. Dort war wieder schoenes Wetter und wir beide waren einen ganzen Tag lang fischen, aber die Fische sind einfach nicht am Haken haengen geblieben. Die ganze Kueste war mit Muscheln besetzt, die man einfach abgemacht, zerschlagen und auseinandergefummelt und dann an die Angel gehangen hat. Aber die Fische haben den Koeder immer nur abgefressen.

In Christchurch waren wir dann am letzten Tag im Botanischen Garten noch Kanu fahren und dann waren die zwei Wochen auch schonwieder rum und es ging Richtung Flughafen.

Und im Moment sind wir in Alexandra auf der einem Orchard, wo es Apfelbaeume, Aprikosenbaeume, Kirschbaeume und Wein gibt und duennen die Aprikosenbaeume aus, ist nichts schweres und die Sonne scheint mittlerweile ordentlich. Hier werden wir auch wenn alles klappt bis Mitte Dezember bleiben, dann bis Anfang Januar die Suedinsel zu Ende anschauen und dann wieder auf die Nordinsel uebersetzen.

Morgen ist hier Skyfolks Night, irgendwas wo wieder Unmengen Feuerwerk losgelassen wird, die sind auf jeden Fall schlimmer als in Deutschland gibt, es gibt hier Packen die bis zu umgerechnet 60 Euro kosten. Nix fuer uns, muessen ja eh arbeiten.

Bis bald!

Max

Auf in den Sueden!

So wieder einmal ein paar Bilder von den letzten tagen in Blenheim und von Kaikoura.
Zu den Bildern…

Hallo zu Hause!

Jetzt mal wieder ein kleines Update zu meiner Neuseelandreise, wir sind mittlerweile nach mehr als 10 Wochen aus Blenheim den Weinfeldern entkommen und auf dem Weg Richtung Sueden nach Christchurch in Kaikoura haengengeblieben. Die Fahrt hierher war landschaftlich eines der schoensten Flecken die ich je gesehen habe, moechte ich fast behaupten. Wir sind im Regen in Blenheim losgefahren und auf Mitte der Strecke, als man das tuerkise Meer auf der linken Seite sehen konnte und die ersten Berge der Suedalpen mit schneebedeckten Kuppen anfingen, riss der Himmel auf und die Sonne schien. Das war abgefahren. Ausserdem lagen dann am Strand ueberall Seerobben, die einfach wie Riesenwuerste reglos dalagen und sich gesonnt haben oder miteinander gekaempft haben. Gestern, als ich am Strassenrand Richtung Strand gelaufen bin waere ich auch beinahe gegen eine Robbe getrete. Die war zwar ziemlich gross, aber sie ist auf dem Asphalt kaum aufgefallen. Jedenfalls stinken die Tiere gar nicht so sehr wie ich gedacht habe.
In Blenheim waren ich und Felix zum Abschluss noch bei einem Rugbyspiel der neuseelaendischen Liga. Wir haben in der ersten Reihe und einen halben Meter von einem Lautsprecher entfernt gesessen, das hat die ganze Zeit in den Ohren weh getan, drum habe ich mir dann zum Schluss einen Stehplatz gesucht, ansonsten war es schon mal sehenswert, auch wenn von uns keiner den Sport zu hundertprozent versteht und 90 Minuten mit einem Ball aufeinander zu rennen und dann 3 Minuten alle auf einem Haufen liegen, fuer mich zumindest, nicht das spannendste ist. Aber ich hab es halt mal miterlebt.

Bei Montana (unser letzter Arbeitgeber, groesster Weinproduzent Neuseelands) wurde in der vorletzten Woche in der Arbeitszeit noch ein Barbecue geschmissen, und man hat uns richtig nett mit einem Bier verabschiedet am letzten Tag, nicht so ein Mist wie bei dem letzten Arbeitgeber!

Wir sind also jetzt seit letzten Sonntag hier in Kaikoura in der Dusky Lodge, einem Hostel mit Pool und Sauna, obwohl der Whirlpool ziemlich verkeimt aussieht, als Backpacker hat man halt nicht die Wahl :D … Hier gibt’s auch mehrere Kamine, wo man sich abends hinsetzen kann, zum Urlaub machen ist das Hostel hier ideal. Der Strand ist auch gleich auf der anderen Strassenseite, es ist aber nur ein Steinstrand, recht nervig fuer laengere Spaziergaenge mit Flipflops. Heute Vormittag (Freitag, 5.10.) haben wir noch einen Ausflug auf den Fuss vom Mount Fyffe gemacht, aber die Aussicht war auch nicht viel besser als von unserem Hostel aus.

Heute abend und morgen ist hier ein Grossereignis namens Seafest, wo sie irgendwo eine Buehne aufbauen und es ueberall Fisch zu essen gibt, eigentlich wie immer ausser der Buehne… mal sehen wie viel wir von dem Fest mitbekommen, Karten haben wir keine mehr bekommen.

Gestern wollte ich eigentlich mit jemandem aus dem Hostel fischen gehen, der wollte mir mal zeigen wie er seine kleinen Haie immer angelt, das will ich auch unbedingt noch machen, meinen eigenen kleinen Hai fangen und dann abends essen! Hai schmeckt eigentlich ziemlich gut, die Fleischkonsistenz hat was von Huehnchen, ist nur etwas weicher…

So das wars dann auch schon erst mal, morgen geht es dann weiter Richtung Christchurch, weil morgen Nacht Marie da eintrifft und ich sie vom Flughafen abholen werde.

Bis bald!

Max

Geburtstag

So jetzt melde ich mich mal wieder aus dem schoenen Neuseeland. Danke erstmal fuer die Glueckwuensche per Email und StudiVZ und fuer den Blogeintrag! :) Danke auch fuer die Geschenke!! Ich habe meinen Geburtstag mit den anderen Dreien hier in Blenheim verbracht.
Bisher hat sich nicht viel geaendert, wir arbeiten noch auf dem gleichen Weinfeld, jetzt aber auf Stundenbasis und mit freiem Wochenende. Gestern hat es geregnet, damit ist die Arbeit an meinem Geburtstag ganz ausgefallen und wir konnten schon morgens anfangen mit Bier trinken ;) . Gegen spaeten Mittag ist dann die Sonne wieder herausgekommen und wir sind an den Fluss gefahren zum Angeln, ein paar Bilder dazu in der Galerie. Geschenkt haben die Drei mir Kopfhoerer von Panasonic (solche groesseren, die wie die Micky-Maeuse gegen Laerm aussehen). Nach dem „Angeln“, wir haben keinen Fisch gefangen, denn wir muessen unser Equipment, das mit bei einem der Vans dabei war, erst einmal general-ueberholen, der Haken lag immer auf dem Boden herum und wir konnten ihn nie wirklich weit ins Wasser werfen, weil sonst die Brotkruemeln wieder vom Haken abgefallen sind, irgendwie waren wir alle das erste Mal angeln… jedenfalls sind wir danach ins Pub und haben was gegessen worauf hin wir wieder ins Hostel gefahren sind, wo wir dann den Tag haben ausklingen lassen. Alles in allem war es fuer die Umstaende doch ein schoener Geburtstag.
Hier merkt man jetzt auch ziemlich deutlich, dass der Fruehling da ist, fast jeder Tag ist sehr sonnig und warm und alle moeglichen Baeume fangen an zu bluehen. Durch die freien Wochenenden haben wir uns vorgenommen, den groesseren Van mal wieder richtig herzurichten, ich habe ein neues Bett reingezimmert und die anderen nehmen gerade vorne alles moegliche auseinander und machen es sauber. Letztes Wochenende waren wir auserdem noch typisch „maorisch“ Essen, bei einem Maori nicht weit von hier (auch davon ein paar Fotos in der Galerie), man graebt das Essen zusammen mit heissen Metall- oder einfach Schrottteilen in einen Erdhaufen ein und holt es nach ein paar Stunden wieder heraus – fertig ist das Essen, ausserdem konnten man dort noch ein bisschen auf Bierdosen schiessen.
Wir muessen hier hin und wieder die Autos fremdstarten, weil man manchmal vergisst das Licht auszumachen, da es keine Pieptoene gibt die einen daran erinnern. Bei dem kleineren Van ist im Moment wahrscheinlich der Anlasser kaputt und wir muessen ihn dann in die Stadt zur Werkstatt schleppen. Vorhin hab ich meine Waesche mal wieder gewaschen, was hier gar nicht so einfach ist, weil die Waschmaschinen nicht ans Warmwasser angeschlossen sind und da muss man vorher ein paar Toepfe warmes Wasser in die Waschmaschine schuetten, damit die Sachen wieder halbwegs sauber werden.
Morgen werden wir uns dann noch die Berge ansehen, und dort ein bisschen wandern gehen und wenn alles glatt laeuft brechen wir naechsten Samstag auf in Richtung Christchurch, dort werden wir dann wieder laenger bleiben und uns nach neuen Jobs umsehen. Einige Deutsche sind schon dort und sie haben dort Jobs als Melker gefunden, mal sehen ob wir da etwas finden.

Bis bald!
Max

Max hat Geburtstag

Da Max ja nicht bei uns sein kann aber wahrscheinlich eine Menge Leute das Bedürfnis haben ihm zu gratulieren, habe ich mir mal rausgenommen einen Beitrag extra dafür zu verfassen, und zwar direkt am 14.09.2007 00:00 Ortszeit New Zealand.

Von mir natürlich erst mal alles Gute, viel Spaß in den verbleibenden achteinhalb Monaten in Neuseeland. Arbeite nicht zu viel und schreib mal öfter was in deinem Blog. Wenn ich Zeit habe rufe ich heute Abend noch mal bei dir an…

Dann gibt es natürlich noch einen Geburtstagskuchen, lass es dir schmecken:

Dein Kuchen

Neue Bilder

*UPDATE: Jetzt duerften die Bilder wirklich gehen, ich muss mich erstmal reinfitzen in die Galerie, gar nicht so einfach, wenn man nur wenig Zeit immer hat. Zu den Bildern…
Ich moechte folgenden Menschen fuer ihre Unterstutzung und Hilfe danken: Johannes

So mal ein paar neue Bilder in der Bildergalerie.

Bis bald!
Max

Unser zweiter Contractor

So jetzt sind wir knapp zwei Wochen bei unserem zweiten Weincontractor und dort verdienen wir bis jetzt so wie wir uns das vorgestellt haben, auch wenn wir ab jetzt sieben Tage die Woche arbeiten werden, damit wir mehr sparen koennen. Dafuer kann man sich die Arbeitszeiten wenn man auf Contract arbeitet, also nach Stueckzahl, aussuchen. Da koennen wir am Wochenende laenger schlafen. Der alte Arbeitgeber wollte uns dann noch das letzte Gehalt nicht ueberweisen, weil wir nicht zeitig genug gesagt haben, dass wir kuendigen und als ich dann mal nachgefragt habe wollte er gleich zur Polizei gehen, nach laengerem Hin und Her hat er uns dann noch die Haelfte des Gehalts ueberwiesen, immerhin. Die Arbeit an sich geht ganz schoen auf die Arme und Haende, morgens muss erst mal eine Weile Fingergymnastik gemacht werden, aber nach den ersten Cuts merkt man nichts mehr. Das Wetter ist auch oft sonnig, am Freitag hat es morgens geregnet, das war aber in den letzten zwei Wochen das erste Mal.
Letzten Sonntag haben wir die zwei Kanus vom Swampy (Hostelbesitzer) in den Van gepackt und sind zum Fluss gefahren. Ein Kanu ist nach zwei Minuten fahren direkt untergegangen und bis jetzt auch nicht wieder aufgetaucht, es hatte ein Loch hinten wodurch das Kanu schneller als gedacht vollgelaufen ist und Konstantin es nicht mehr bis zum Flussufer geschafft hat. Aber Swampy hat uns keine Schuld gegeben, das Loch war Schuld. Ansonsten gibt es wenig Neues, ausser arbeiten, essen und schlafen machen wir zur Zeit nicht viel. Naechstes Wochenende machen wir Deutsch-Japanisches Wochenende, am Samstag kochen wir fuer das Hostel was deutsches und am Sonntag machen die Japanerinnen Sushi. Mal sehen was wir da zusammenzaubern. Ein Bild zum Schiffsbruch auch direkt mal hier mit dabei, auf dem Bild zu sehen Konstantin, wie er langsam merkt, dass da irgendwas nicht stimmen kann und rechts daneben Felix, der auch nicht so recht weiss wie er sich verhalten soll.

Cheers!
Das Bild:

Kanufahren

Bilder

So jetzt hab ich auch hier ein Bilderalbum zu finden rechts im Menue.

Max

Das Leben hier unten

So jetzt habe ich mir den Laptop mal geschnappt und schreibe auch mal was aus dem Alltag den man hier so erlebt, mit welchen Leuten man hier so zu tun hat und was es hier so zu Essen gibt.
Die ersten Tage hab ich mich fast ausschliesslich von Fast Food ernaehrt, weil ich es einfach nicht gewohnt war mich jedesmal hinzustellen und mir was zu machen und ich erstmal genug damit zu tun hatte in das Leben hier hineinzufinden. Doch als wir dann Auckland verlassen haben musste ich dann langsam anfangen mir selber mein Essen zu kochen, weil Restaurants leider auch hier auf Dauer zu teuer sind. Zu der Zeit in Kerikeri war unser Speiseplan noch ziemlich abwechslungsreich, weil wir noch zusammen Essen gemacht haben und weniger nach Geld und mehr nach Geschmack eingekauft haben. Da haben wir fast jeden Abend etwas anderes gemacht wie Burritos und Steak mit Kartoffelecken, mittlerweile hat sich so ziemlich jeder auf sein Essen festgelegt. Bei mir gibt es ziemlich oft Eierkuchen, vor allem beim arbeiten, die liegen schoen schwer im Magen und abends dann entweder Fertignudeln, Spaghetti “Bolognese” oder Pommes mit irgendeiner Beilage die gerade im Angebot war. Ausnahmen sind die Ausnahme. Bis jetzt geht das alles noch, wenn mir die Spaghetti dann irgendwann auf den Geist gehen, muss ich mir etwas neues ausdenken (wenn ihr ein preiswertes Gericht habt, was nicht mit Nudeln zu tun hat immer her damit ;).
Einkaufen ist mittlerweile auch schon ziemlich zum Wenig, und davon das Billigste kaufen geworden. Die Schokolade hier schmeckt eigentlich, aber es gibt keine Billigschokolade weswegen ich eher selten welche habe. Zu trinken gibt es fast immer Saft aus einer 3L-Packung gemischt mit Wasser. Das Leitungswasser hier ist nicht wirklich gewoehnungsbeduerftig, nur an manchen Orten riecht es stark nach Chlor. Damit ich gesunde bleibe esse ich immer fleissig Moehren und Aepfel. An der Kasse vom Supermarkt gehts dank grenzenloser Ueberbesetzung immer ganz schnell. Ich habe noch nie soviele Angestellte in einem Supermarkt gesehehn wie in den New World-Filialen hier in NZ. An den Kassen stehen immer zwei, Kassierer und Inplastiktueteneinpacker. Weil die in den meisten Filialen stehen muessen gibt es fuer die dann noch in einer Art Pausenraum Auswechslung, Stuehle waeren wahrscheinlioch teurer. Fuer jede Kiste die einsortiert werden muss stehen drei Mann bereit und sogar fuer die 2 Meter von der Kasse bis zum Wagendepot gibt es jemanden, der dir den Wagen abnimmt und fuer dich wegschafft. Bis zum Auto muss man damit nicht fahren, dafuer gibt es die dreissig Plastiktueten in die der Einpacker deine Sachen eingepackt hat.
Die Arbeit ist doch schon recht hart, weil ich pro Pflanze und nicht pro Stunde bezahlt werde. Wir waren auch schon kurz davor das Handtuch zu werfen, weil wir weniger Geld pro Pflanze bekommen als so ziemlich jeder Andere hier im Hostel, aber nach einem klaerenden Gespraech mit Calwyn, unserem Chef, hat der eingelenkt und wir werden morgen mal ueber neue Preise verhandeln, weil er es sich nicht so richtig leisten kann uns zu verlieren, hier auf den Weinfeldern herrscht zurzeit ziemliche Arbeiterknappheit. Seit gestern Wrappen wir nicht mehr fuer 18 Cent/Pflanze sonder wir Trimmen und Strippen die Pflanzen fuer insgesamt 20 Cent, obwohl das in meinen Augen wesentlich haertere Arbeit ist, gibts nur zwei Cent mehr. Trimmen ist alle kleinen Aestchen an den zwei Hauptaesten abschneiden und danach die anderen grossen Aeste aus den Draehten herausziehen/schneiden, wobei man fuer das ziehen sehr viel Kraft aufwenden muss, weil die Aeste wie man es vom Wein so kennt sich mit so kleinen Kringeln am Draht festgesetzt haben und die sind widerspenstiger als man denkt. Umso mehr Aggressionen man hat umso schneller geht es voran, weil man schon meistens mit aller Kraft an den Aesten zieht und wir ja bis heute alle recht schlecht gelaunt waren, weil wir nicht wirklich viel Geld fuer unsere Arbeit bekommen haben. Aggressive Musik hoeren funktioniert auch gut, leider haelt der Akku von meinem neuen MP3-Player nur 2,5 Stunden. Ich hoffe wir bekommen bald das “Pruning” gezeigt, das ist die Arbeit wo man am meisten falsch machen kann, aber in kuerzerer Zeit mehr Geld pro Pflanze verdient. Das Wetter ist gut und schlecht zugleich. Es regnet oefters mal, allerdings faengt es in letzter Zeit immer erst an zu regnen wenn wir schon aufgestanden sind und im Auto sitzen und wir somit nicht einfach im Bett liegen bleiben und weiterschlafen koennen. Im Laufe des Tages kommt dann meistens die Sonne raus, dann schaele ich mich immer aus meinen zwei Pullovern und arbeite im T-Shirt und schwitze trozdem noch dank der Weinranken. In letzter Zeit ist es so, dass wir im Dunkeln losfahren und im Dunkeln ankommen, also von 7.30h bis 17.30 arbeiten um moeglichst viel Geld zu verdienen. Dann spring ich unter die Dusche, mache mein Essen und dann ist es auch schon so spaet und ich bin so fertig, dass ich nur noch kurz was lese oder wir einen Film schauen, wobei den ganzen Film durchzuhalten schon fast zu anstrengend ist.
Hier im Hostel sind, wie ueberall auch, viele Deutsche und die dann auch meistens noch aus Sachsen. Allein hier bei Swampys sind unter vielleicht 15 anderen Leuten noch zwei Dresdner. Die naechstgroesste Gruppe sind asiatische Frauen, die zwar alle aussehen wie 17 in wirklichkeit aber Mitte oder Ende dreissig sind, genau wie die zwei Tschechen die irgendwie den Eindruck machen, als haetten sie schon ihr ganzes Leben hier verbracht. Wir sind mit 19 die absolut j・gsten hier, es gibt erst seit kurzem zwei weitere Deutsche die unter 20 sind. Von den Neuseelaendern an sich kann ich noch nicht so viel sagen, ausser dass sie alle, egal wie klein und sinnlos es ist, ein Auto mit Allradantrieb haben. Maoris mit Gesichtstatoos hab ich bis jetzt nur einen gesehen, umso mehr dafuer vor den Spielautomaten, die es hier wirklich in jeder Kneipe gibt, und mit den Leimtuben und der Tuete auf der Strasse. Es klingt alles wie ein Vorurteil, aber viele Maoris sind ziemlich komische Leute und fast immer uebergewichtig. Eine wurde zum Beispiel gestern gefeuert weil sie alle weinranken abgebrochen hat, die ging uns aber auch ordentlich auf die Nerven weil sie die Musik die sie gerade gehoert hat immer laut mitsingen musste, was nicht unbedingt toll klang und mit laut meine ich auch richtig laut, einfach mal 10 Meter weiter weg weiterwrappen hat da gar nichts gebracht.
Die Haeuser hier sind alle ziemlich einfach aus einem Holzgeruest zusammengesetzt, weswegen die Waende sehr hellhoerig sind. Neben uns im einzigen Einzelzimmer des Hostels haust ein Brasilianer der schon, so scheint es, ein Bisschen zu lange allein ist. Er faengt sobald die Tuer zu ist an mit sich selber, dem Fernseher und allem was ihm sonst noch Freude macht zu reden und zu lachen, leider sehr laut so dass wir jedes Wort verstehen wuerden, wenn wir brasilianisch koennten. An die Wand klopfen hilft allerdings dann fuer eine ganze Weile. Ausserdem fangen die Haeuser hier ganz schnell an zu schimmeln, wenn mal nicht genug Durchzug ist, das Bad hier faengt auch gerade an (das Haus ist neugebaut).
So heute nochmal Spaghetti zum Abendbrot, morgen gibts Pizza, die wir zusammen mit den anderen Deutschen und einer Asiatin, die oefters Kuchen fuer alle baeckt, machen wollen. Swampy, der Hostelbesitzer kocht auch manchmal fuer alle, letzten Sonntag war er mit seinem Boot auf dem Meer fischen und da gab es selbstgefangenen Hai mit Pommes (Fish & Chips).

So weil ich gestern nicht mehr ins Internet konnte werde ich jetzt endlich meinen Blogeintrag verfentlichen. Mittlerweile haben wir mit Calwyn, unserem alten Arbeitgeber, geredet und bei ihm aufgeht. Ab Montag fangen wir an f・ Montana zu arbeiten, mal sehen ob es besser wird mit dem Geld.
So gerade haben wir aus Hefe, Mehl und Wasser Brchen geformt und werden mal sehen wie das ganze am Ende schmeckt. Heut auf Arbeit hat uns noch jemand erzaehlt, dass die Regierung hier ab September das Backpacking einschraenken will, weil die malayischen Arbeiter fuer 4$ die Stunde arbeiten und damit die einheimischen Arbeiter keine Chance mehr haben, jedes Land hat so ziemlich die 臧nlichen Probleme hab ich so das Gefuehl mal sehen was sich daraus ergibt.
Demnaechst wenn Johannes mir ein Bilderalbum eingerichtet hat, werde ich ein paar Bilder hochladen.

Bis demnaechst!
Max